Gute Musik aus England: The Crookes sind zurück! Die vierköpfige Indie-Pop Band aus Sheffield, die derzeit bei Fierce Panda Records unter Vertrag steht, meldet sich mit dem neuen Album Hold Fast zurück. Aus selbigem stammt auch die heutige Musikempfehlung: Afterglow!

 

Gute Musik

The Crookes

Crookes

 

Crookes ist eigentlich ein Stadteil Sheffields. gleichzeitig aber auch Heimatort der beiden Gitarristen und Gründer der Band, Alex Saunders und Daniel Hopewell. Nachdem die beiden 2008 den Entschluss gefasst hatten, gemeinsam Musik zu machen, und ihre Band dementsprechend nach ihrer Heimat benannten, holten sie erst später den Sänger George Waite und den Schlagzeuger Russell Bates mit ins Boot.

 

Bis dato hat die Band zwei Alben veröffentlicht: 2011 ihr Debüt, Chasing After Ghosts, und nun die Fortsetzung Hold Fast. Doch bereits vor den ersten Studio-Alben wurde die Band hoch gehandelt: So schaffte es die Gruppe bereits 2009 als Band des Tages im britischen Blatt The Guardian aufzutauchen. Damals begeisterten sie das Publikum noch wegen Parallelen zu den in Großbritannien so beliebten The Smiths. Auch das Musikmagazin New Musical Express konnte von den ersten Veröffentlichungen der Band nicht genug bekommen und schrieb ihnen eine aussichtsreiche Karriere zu: “Es ist unwahrscheinlich, dass eine Band mit so viel Talent für lange Zeit unbekannt bleiben wird.

 

Turbulenzen

 

Seit dem 2011 veröffentlichten Debüt, Chasing After Ghosts, hat sich bei der Band jedoch viel getan. Wenige Monate nach dem Release desselbigen verließ Alex Saunders, seines Zeichens Gitarrist und Mitgründer, im September 2011 die Gruppe wegen “persönlichen Gründen“. Einem Statement der Gruppe zu Folge verlief dieser Prozess jedoch vollkommen “freundlich und einvernehmlich“. Die schockierende Nachricht ließ Fans der Gruppe vermuten, die Band sei dem Exodus nah. Doch die Gruppe schaffte jegliche Zweifel an der fortschreitenden Existenz aus dem Weg.

 

Das sei einfach keine Option für The Crookes“, ließen sie verlauten, und rekrutierten wenig später den ebenfalls aus Sheffield stammenden Gitarristen Tom Dakin als Ersatz für die anstehende Tour durch Großbritannien und Europa. Selbiger war zuvor in der Band Silent Film Project tätig, ist aber mittlerweile ein vollwertiges Mitglied der Crookes.

 

Liebe, Sex und Zärtlichkeit

 

Doch auch musikalisch hat sich viel bei The Crookes getan. Während sich die Texte ihres Debüts noch hauptsächlich mit dem Suchen und Finden der großen Liebe beschäftigten, wie etwa bei der ebenfalls aus England stammenden Gruppe Dry the River, ist die Atmosphäre von Hold Fast scheinbar lockerer und ungezwungener. Alles dreht sich um den Spaß und Kick des Moments, um One Night Stands und kurzlebige Affären. Die Gruppe erscheint durch diesen Prioritäten-Shift zwar selbstbewusster, büßt auf den ersten Blick aber auch emotionale Tiefe ein. Das ist jedoch nicht wirklich unvorteilhaft, da man mit Selbstmitleid nur selten Erfolg in den Charts hat, wovon Interpreten wie Sufjan Stevens vermutlich ein Lied singen können.

 

So ist bei den Songs von The Crookes eine ungewohnte aber durchaus willkommene Leichtigkeit eingekehrt. Sie distanzieren sich vom melancholischen Romantizismus, der ihnen zuvor noch so viele Vergleiche mit der ebenfalls britischen Gruppe The Smiths verschafft hatte, und orientieren sich an schnellerer, von Synthesizern durchzogener Musik, wie sie etwa bei den Citizens! praktiziert wird. Vor allem der Opener Afterglow, die heutige weiter unten eingebettete Musikempfehlung, dürfte bei Die-Hard Fans der Band zu Stirnrunzeln führen. Dennoch funktioniert der neue Sound einzigartig gut und lässt vermuten, dass dieser Song wohl die bisher beste Chance für die Gruppe ist, den großen Durchbruch zu schaffen. Denn bei aller Liebe zu den emotional ausgeprägten und melancholisch anmutenden Songs des Vorgängers: Afterglow ist meiner Meinung nach das neue Aushängeschild der Gruppe!

 

Gänzlich gebrochen hat man mit der Vergangenheit jedoch nicht. Ein paar Songs des neuen Albums greifen die schwärmerischen Töne von Chasing After Ghosts auf und proklamieren weiterhin die große Liebe, die es gilt zu finden und zu wahren. So fleht George Wait, seines Zeichens Sänger der Band, in Titeln wie Sofie oder The I Love You Bridge zu herzzerbrechenden Melodien nach der ewigen Liebe. Ihre hoffnungslos romantische Ader haben die vier Jungs aus Sheffield also eben so wenig verraten, wie das Gelöbnis, weiterhin gute Musik zu produzieren!

 

 

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