Gute melancholische Musik: Wir präsentieren die neue Single von der schottischen Band The Unwinding Hours! Das Alternative-Rock Duo aus Glasgow ist aus den Aschen der ebenfalls schottischen Band Aereogramme emporgestiegen. Ihr zweites Album, Afterlives, wird am 24. August veröffentlicht.

 

Traurige Liebeslieder

The Unwinding Hours

Aereogramme

 

Schon lange vor der Gründung von The Unwinding Hours im Jahr 2008 haben Iain Cook und Craig B., die einzigen Mitglieder der Band, zusammen Musik gemacht. Und das für eine ziemlich lange Zeit. Bereits 1998 begannen sie ihre musikalische Karriere im schottischen Alternative Rock Quartett Aereogramme.

 

Trotz vier veröffentlichter Studio-Alben und einer recht großen Fangemeinde blieb der erhoffte Erfolg jedoch aus. Als Folge musste die Gruppe im Frühjahr 2007 schweren Herzens das Aus der Band verkünden. Die Gründe seien “mannigfaltig und komplex” gewesen, wobei jedoch der “niemals endende Kampf mit den Finanzen” als einer der Hauptgründe für die Trennung gehandelt wurde. Dennoch seien sie “extrem stolz auf die vier Alben, die sie innerhalb der letzten Jahre aufgenommen haben.”

 

The Unwinding Hours

 

Nach dem Ende von Aererogramme im Frühjahr 2007 wurde es erstmal ruhig um Craig B. und Iain Cook. Als Craig Anfang 2008 letztendlich beschließt, langsam wieder Songs aufzunehmen, holt er seinen ehemaligen Band-Kollegen Iain Cook mit ins Boot. Die beiden verbrachten die nächste Zeit damit in einem Studio im Süden Glasgows am ersten Album zu basteln, bevor sie ihr Projekt 2009 der Öffentlichkeit präsentierten: “Wir haben in einer Band namens Aereogramme gespielt. Das mag euch vielleicht interessieren, vielleicht aber auch nicht. Ich dachte, ich erwähne es einfach mal.”

 

Kurz darauf erschien das MySpace Profil der neu gegründeten Gruppe, auf welchem der erste Demo-Track, Solstice, begutachtet werden konnte. Unter dem Label Chemikal Underground wurde Anfang 2010 schließlich das Debüt veröffentlicht: Das nach der Band benannte The Unwinding Hours. Das mit größtenteils positiven Kritiken gesegnete Album war jedoch auch nicht dazu in der Lage, die breite Masse von den Qualitäten des schottischen Duos zu überzeugen. Das für August 2012 geplante Folgealbum, Afterlives, soll das nun besser machen.

 

Afterlives

 

Und es scheint wirklich so, als sei der Schmerz nun gelindert. Während das Debüt, vermutlich aufgrund des betrüblichen Aus von Aereogramme, noch eher von aufwallenden Gefühlen und melancholischer Dramatik geprägt war, präsentiert sich Afterlives gemäßigter und vor allem strukturierter. Nichtsdestotrotz hält The Unwinding Hours einen Platz in unseren Herzen, denn wenn Craig B.s Stimme in Songs wie Knut oder Child an sich selbst zu zerbrechen scheint, knackt sogar die härteste Schale.

 

Wer jedoch glaubt, in Afterlives ginge es nicht mehr um Emotionen und große Gefühle, irrt gewaltig. Schon der erste Track des Albums, der hier präsentierte Song Break, beginnt gleich mit aufgewühlten Gitarren und einer traurig anmutenden Melodie, unterstrichen durch hier und da eingeworfene Klavier-Töne. Doch dieses Mal ist die Struktur viel ausgeprägter, das Konzept klarer und die Songs dynamischer. Afterlives ist als musikalisches Werk nur schwer zu definieren. Neben breit gefächerten Rock-Elementen wird die Stimmung des Albums größtenteils durch schwebende Synthesizer Klänge und, natürlich, Craig Beatons fantastische Stimme geprägt.

 

Diese dynamische, von Gefühlen aufgewirbelte Rhythmik scheint das ganze Album zu durchziehen, bis man auf Songs wie Saimaa trifft und plötzlich die Luft anhält, damit das zarte Klavier einen nicht überrumpelt. Auch mit den sentimental anmutenden Songs The Promised Land und dem schüchternen Walzer The Dogs zeigt sich das schottische Duo von seiner sanften Seite, während in Wayward raue Gitarren Sounds die Melodie dominieren. Mit dem minimalistischen, von einem Elektro-Beat dominierten Skin On Skin zeigt The Unwinding Hours außerdem seine neue Vielseitigkeit. So ist das Duo mittlerweile viel mehr als nur das Überbleibsel einer schottischen Band. Melancholische Momente werden in Größe zelebriert und gehen nicht etwa in Trübsal unter. Iain Cook und Craig B. haben gezeigt, dass man große Emotionen auch in einem gebräuchlichem Indie-Rock Gewand erfassen kann, das einen nicht nur mitreißt sondern auch richtig Laune macht! Ich wünsche viel Spaß mit diesem schönen und gleichzeitig traurigen Lied: Break von The Unwinding Hours!

 


 

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